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Ausflüge - Touren - Rundreisen

Singaraja - die alte Hauptstadt

An Grösse und Bedeutung ist die Stadt längst von Denpasar überflügelt worden. Im Vergleich zur neuen Hauptstadt wirkt Singaraja gemütlich und altmodisch, ist mit ihren 15'000 Einwohnern aber immerhin die grösste Stadt des Nordens. Die Geschäftsstrassen sind fest in chinesischer Hand. Auch einer der wenigen chinesischen Tempel Balis zeugt von der Bedeutung der Minderheit aus Ostasien für das Geschäftsleben Singarajas.
Lohnend ist ein Besuch des grossen, lebhaften Marktes von Singaraja. Schon ab 5 Uhr morgens bieten Händler eine Vielfalt von Früchten, Gemüsen und anderen Lebensmitteln an. Ebenso können viele weitere Dinge wie Zeremoniesachen, Kleider, Schuhe oder Haushaltartikel erworben werden. Auf diesem Markt sowie dem Nachtmarkt von Singaraja gibt es zahlreiche kleinere Garküchen, die mit ihren schmackhaften Gerichten und Düften die Kunden anlocken.
   
     

Gedong Kirtya (Singaraja)

Das Palmblatt Museum beherbergt möglicherweise die wertvollste Sammlung von Lontar-Büchern in Asien. Im Museum werden insgesamt etwa 3000 balinesische Manuskripte aufbewahrt. Diese in Südostasien weit verbreiteten Bücher, aus Blättern der Lontarpalme hergestellt, wurden geschnitten, gepresst und durch einen Wurzelsud präpariert. Texte und Miniaturen wurden mit einem Griffel eingeritzt und durch das Einreiben mit einer Öl-Russ-Mischung  sichtbar gemacht. Lontar-Bücher enthalten Texte aus der klassischen Literatur und Mythologie, historische Chroniken und religiöse Abhandlungen.
 
     

Pura Beji Tempel

Ein gutes Beispiel für den nördlichen Stil ist der Pura Beji Tempel in Sangsit. Ein Sumbak-Tempel, der der Reisgöttin Devi Sri geweiht ist. 2 Drachen bewachen den Treppenaufgang zum Tempel. Auf der Steinflora des prächtigen Tores sind Fabeltiere und Dämonen dargestellt. 
 
     

Kubutambahan Tempel

Im Pura Maduwe Karang „Tempel des Herrn, dem die Erde gehört“ werden Mutter Erde und die Sonne verehrt, die über das Gedeihen der nicht bewässerten Feldfrüchte wachen. Der Tempel wurde 1890 errichtet und ist mit vielen Fruchtbarkeitsmotiven verziert, darunter eine Reihe erotischer Szenen. Während in den Sumbak-Tempeln um reichen Ertrag der Reisfelder gebeten wird, bittet man hier um den Segen für die hiesigen Produkte wie Kokosnüsse, Mais und Kaffee.
 
     

Sekumpul Wasserfall

Der Sekumpul Wasserfall ist immer noch ein Geheimtipp, da er entfernt von den üblichen Touristenattraktionen liegt. Die Fahrt nach Sekumpul dauert etwa 45 Minuten. Nachdem man Singaraja hinter sich gelassen hat, geht es gemächlich den Berg hoch durch wunderschöne Dörfer. Auf der Anhöhe wird man mit einer spektakulären Aussicht auf die Bucht von Singaraja belohnt.
Vom Parkplatz geht ein schöner Weg vorbei an Reisfeldern, Kaffee- und Nelkenplantagen bis zur Treppe, die zum Wasserfall führt. ca.400 Stufen führen hinunter zum Fluss den man überqueren muss um das Becken des Wasserfalls zu erreichen.Es ist belebend ein Bad im klaren Wasser zu nehmen. Ein unbeschreiblich energievoller, schöner Ort der Natur. Der Weg ist sauber und schön ausgebaut, so dass man auch mit "Flipp Flopps" hinuntersteigen kann. Besser ist es allerdings wenn man im Besitz von "wassertauglichem" Schuhwerk ist da die Steine zum Teil recht "glitschig" sind.
Ganz neu wurde inmitten der Reisfelder ein neues Restaurant eröffnet.